Die Friedenskirche in Peggau

Die Evangelische Pfarrgemeinde Peggau entstand mit der Ansiedlung evangelischer Arbeiter der Papierfabriken nördlich von Graz und durch die „Los – von – Rom – Bewegung" um 1900. Die Gottesdienste mussten anfangs in einem Saal des Gasthauses Hochhuber gefeiert werden. Der erste Vikar von Peggau, Hermann Heisler aus Baden, hatte schon bald nach seinem Amtsantritt 1903 vor, wegen der ständigen Störungen durch andere Veranstaltungen im Gasthaus eine Kirche zu bauen.

 

Otto Bartning war die Zweckmäßigkeit seiner Architektur ein besonderes Anliegen. Er entwarf, der damals aktuellen Bauweise für evangelische Kirchenbauten entsprechend, ein „Gemeindehaus", also die bauliche Verbindung von Kirche, Gemeindesaal und Pfarrhaus als L-förmige Anlage.

 

Das Bauwerk Otto Bartnings wurde 1966 durch den Grazer Architekten Karl Augustinus Biber umgestaltet. Er ersetzte den ursprünglich aufgesetzten durch einen vorgesetzten Turm mit durchbrochenem Helm und die Farbigkeit des Innenraums durch strenges Weiß. Die Altarwand wurde mit einem großen Mörtelschnittrelief von Fritz Hartlauer versehen, das die beiden Themen „Urzelle“ und „Universale Kreuzform“ vereinigt.

Die beiden Altarbilder sind jetzt im Anbau zu sehen, der vor 10 Jahren von Architekt: Georg Moosbrugger fertig gestellt wurde und Büroräume sowie eine kleine Küche enthält. Sein Obergeschoss wurde erst 2006, überwiegend in Eigenleistung, zum „Studio“ für die Kinder- und Jugendarbeit ausgebaut und entsprechend eingerichtet. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums fanden schließlich ab August 2006 dringend erforderliche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten an der Fassade von Kirche und Pfarrhaus statt.

 

Die Friedenskirche und das Pfarrzentrum 

8120 Peggau, St. Margarethenstr. 4