Burgruine Peggau

Die Burg wurde im 12. Jahrhundert erbaut und gilt als "Wiege" des Ortes Peggau. Ein Rodolf de Peka wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Burgherr erwähnt. Nach einer Fehde mit dem Bischof von Gurk musste er Teile seines Besitzes an ihn übergeben. Allerdings erhielt er sie wieder als bischöfliches Lehen. Rudolf setzte einige seiner Gefolgsleute als Burggrafen ein. Um 1250 erben die Brüder Bernhard und Heinrich von Pfannberg die Burg Peggau. Graf Bernhard von Pfannberg beteiligte sich an einer Adelsverschwörung gegen König Ottokar II, worauf dieser Peggau zerstörte. 1276 erhielt Bernhard die in Ruinen liegende Burg wieder zurück und begann sofort mit ihrem Wiederaufbau. Die Pfannberger ließen die Burg meist von Dienstmannen verwalten, die sich auch nach ihr nannten.

 

1362 starben mit Graf Hans die Pfannberger aus. Das Erbe ging an die Grafen von Montfort. Diese bewohnten die Burg Pfannberg und setzten auf Peggau Verwalter ein. 1430 wurde mit der Burg ein Landgericht verbunden. Graf Wolf von Montfort verkaufte die Herrschaft 1596 an den Freiherrn Paul von Eibiswald. Als Protestant musste Paul von Eibiswald 1629 die Steiermark verlassen. Er verkaufte Peggau zuvor seinem Vetter Georg Amelreich von Eibiswald. Schließlich kehrte dieser 1649 aus dem Exil zurück und übernahm wieder die Herrschaft. 

1652 verkaufte er Peggau an das Stift Vorau. Die Burg wurde noch bis 1804 von den Verwaltern bewohnt. Erst als diese in den Ort zogen, wurde sie dem Verfall preisgegeben. Die Ruine befindet sich noch heute im Besitz des Stiftes.

 

Zur Zeit wird die von einem engagierten Grazer vom Stift gepachtete Burg behutsam restauriert und wieder bewohnbar gemacht

 

Quelle (Text und Fotos) Burgruine Peggau